St. Lorenzen

Überblick über die Geschichte

von St. Lorenzen

Auf 942 m Seehöhe liegt das Erholungsheim St. Lorenzen ob Eibiswald. Der Ort besteht aus einigen Häusern, Kirche, Gasthaus, Zollhaus, Bauernhäuser und einer Volksschule.

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Blick auf St. Lorenzen um ca. 1920 Quelle:Zechner

Blick auf St. Lorenzen um 1980

Blick auf St. Lorenzen im Jahre 2004 Foto: Pabst

Im Vordergrund sehen wir die Leonhardikirche, dahinter die Pfarrkirche und das Erholungsheim

Die Pfarrkirche St. Lorenzen

Die Pfarrkirche von St. Lorenzen ob Eibiswald wurde 1399 zu ersten Mal urkundlich genannt. Sie wurde 1670 von Baumeister J. Schmerlaib als Barockkirche erbaut.

Das Hochaltarbild handelt von Martyrium des hl. Laurentius, der als römischer Diakon im Jahre 258 den Märtyrertod gefunden haben soll. Er galt einst als Schutzpatron der Armen und Köhler. Der Festtag des Heiligen wird am Sonntag vor oder nach dem 10. August begangen.

Leonhardikirche

Die Kirche St. Leonhard in der Eben wird erstmal 1545 genannt. Sie enthält romanische gotisch und barocke Stilelemente. Am Hochaltar ist der heilige Leonhard, der beliebteste steirische Viehheilige abgebildet. Besonders erwähnenswert sind das große Christophorusfresko und die einzigartige Holzdecke aus dem 16. Jahrhundert im Kirchenschiff.

Die an der südlichen Kirchentür angenagelten Hufeisen stammen nach der Überlieferung von den türkischen Pferden.

Der Festtag ist am Leonhardisonntag, vor oder nach dem 6. November.

Grenzverlauf

Nach dem Zerfall der österr.- ungarischenen Monarchie sollte der Verlauf der südlichen Staatsgrenze festgelegt werden. Im Herbst 1919 erschien eine Kommission der alliierten Siegermächte in St. Lorenzen und wollte die Grenze durch den Ort verlegen. Die Leonhardikirche, der Hof “Messner” und der Friedhof von St. Lorenzen sollten an Jugoslawien fallen.

Frau Maria Praßnek, die “Messnerbäurin” wehrte sich gegen diese staatspolitische Willkür. Sie kniete vor dem japanischen Offizier, der an diesem Tage den Vorsitz führte, nieder und bat ihn, St. Lorenzen ungeteilt bei Österreich zu belassen. Der Offizier willigte trotz heftiger Proteste der serbischen Delegation ein und verlegte die Grenze 600 Meter weiter nach Süden.